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21.06.2019

Naturkosmetik mit Aloe Vera – ein Selbstversuch

geschrieben von

Bei unserem letzten Portugal-Aufenthalt hatte ich die Möglichkeit, an eine größere Menge naturbelassener Aloe-Vera-Blätter zu kommen. Also habe ich reichlich davon eingepackt und zurück in Deutschland einiges ausprobiert.

Die Aloe Vera (Echte Aloe) ist eine wärmeliebende Pflanze, die in ihren dicken, fleischigen Blättern neben Wasser auch zahlreiche entzündungshemmende, wundheilende und immunstimulierende Wirkstoffe speichert. Das Gel im Inneren der Blätter enthält unter anderem Vitamine, Mineralstoffe, Enzyme und Aminosäuren. Man findet Aloe Vera bekanntermaßen in sehr vielen Pflegeprodukten und auch deshalb wollte ich die pflegenden Eigenschaften in unverfälschter Form kennenlernen.

An das wertvolle, gesunde Gel im Blattinneren zu gelangen, ist recht einfach. Allerdings enthält die Pflanze auch eine giftige Subtanz, die sie vor Fressfeinden schützen soll: das Aloin in den Blattrinden. Es wirkt abführend und hautreizend und führt bei Überdosierung zu Vergiftungserscheinungen, die sich in krampfartigen Schmerzen und schweren Durchfällen äußern. Die Rinde muss also restlos entfernt werden. Dazu lässt man das abgedrehte oder abgeschnittene Blatt zunächst etwas trocknen und schneidet die Bruchstelle verhältnismäßig großzügig ab, um Reste des braunen Pflanzensafts mit dem giftigen Aloin sicher zu entfernen.
Mit einem langen Messer trennt man dann die Blattkanten in Längsrichtung ab und schneidet anschließend an der Blattober- und Unterseite flach unter der Schale entlang. So legt man kleine Gelkissen frei, die in ihrer Konsistenz recht stabil sind. Alternativ kann man das Gel nach dem ersten Querschnitt mit einem Löffel aus der Schale kratzen. Prinzipiell ist es direkt aus dem Blatt gewonnen schon gut nutzbar, man kann zum Beispiel kleinere Verbrennungen oder Insektenstiche sehr gut lokal mit einem solchen „Gelpad“ behandeln.
Ich habe es allerdings lieber im Mixer püriert, damit ich in dickflüssiger Konsistenz mehr Anwendungsmöglichkeiten habe.

Zur Aufbewahrung kann man das Aloe-Gel entweder einfrieren oder im Kühlschrank aufbewahren. Beim Einfrieren empfiehlt es sich, Eiswürfelbehälter zu befüllen, dann hat man bei Bedarf Zugriff auf eine kleine Menge. Nach dem Auftauen hat sich die Konsistenz des Gels übrigens nicht sichtbar verändert.
Im Kühlschrank hält es sich, wenn es sauber in ein Schraubgefäß abgefüllt worden ist, mehrere Wochen.

Zuerst habe ich die Aloe Vera als Körperlotion ausprobiert. Davon war ich jedoch nur mäßig begeistert, denn trotz eines längeren Pürierens mit dem Stabmixer hatte ich beim Auftragen recht viele Krümelchen auf der Haut, die schlecht abtrockneten und natürlich auch nicht einzogen. Der Geruch war übrigens sehr unauffällig, fast neutral. Die Aloe Vera fühlte sich erfrischend auf der Haut an, allerdings hielt das Gefühl nicht lange an und da ja ich nur das reine Gel (ohne Fettzugabe zum Beispiel in Form von Shea-Butter) genommen hatte, wurde die Haut jahreszeitlich bedingt auch recht schnell wieder trocken.

Als Badezusatz taugte das Gel überhaupt nicht, es hat sich in der reinen Form nicht gut mit dem Badewasser verbunden, so dass ich keinen besonderen Effekt für meine Haut feststellen konnte.

Als Haarkur dagegen fand ich es toll. Ich habe es von der Kopfhaut bis zu den Haarspitzen einmassiert, etwa 20 Minuten einwirken lassen und wieder ausgespült. Das Ergebnis waren weiche, luftige Haare und das gute Gefühl, ein Pflegemittel ohne Silikone, Mikroplastik oder sonstige künstliche Zusatzstoffe gefunden zu haben.

Bei Insektenstiche, Sonnenbrand und kleineren Verbrennungen (zum Beispiel vom Backofen) war und ist Aloe Vera ebenfalls ein tolles, absolut natürliches Hausmittel.
Aus dem Gefrierfach oder dem Kühlschrank ist es erfrischend, kühlt die betroffenen Hautpartien und lindert Schmerz und/oder Juckreiz dauerhaft.
Seitdem wir die beruhigende Wirkung so deutlich selbst festgestellt haben, haben wir ein kleines Gläschen mit püriertem Aloe-Vera-Gel im Kühlschrank – und natürlich eine Pflanze an einer warmen, geschützten Stelle, die uns hoffentlich irgendwann Nachschub beschert.


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