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Getrocknete Tomaten

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Gerade reifen unsere Tomaten so reichlich, dass wir sie sogar dörren können. Getrocknete Tomaten haben ein ganz anderes Aroma als frisch verarbeitete, sehr viel intensiver und „kerniger“.

Ich verarbeite sie gerne zu Pesto Rosso (bitte mit dem Artikel „Lieblingspestos“ verlinken), in sommerlichen Salaten wie zum Beispiel Nudel- oder Couscoussalat oder eingelegt in Olivenöl mit mediterranen Gewürzen.

Zum Trocknen nehme ich meinen Dörrapparat, der mir auch zu anderen Jahreszeiten bei Pilzen, Kräutern und manchmal sogar bei Fleisch (zur Herstellung von würzigem Biltong) immer gute Dienste leistet. Die Gitter werden mit dem Trocknungsgut befüllt, die geeignete Temperatur wird eingestellt (bei Tomaten sind das je nach Außentemperatur höchstens 50 Grad) und dann wird ohne weiteres Zutun über dem eingebauten Ventilator getrocknet. Einfacher geht es beinahe nicht. Zwischendurch vertausche ich die Gitter untereinander, damit alle Ebenen gleichmäßig trocknen.

getrocknelte Tomaten
getrocknelte Tomaten (© Nina Dittmann)

Tomaten kann man aber auch recht einfach bei 80-100 Grad (Ober- und Unterhitze) für mehrere Stunden im Backofen auf Backpakpier mit der Schnittfläche nach oben trocknen. Die Backofentür muss dabei etwas geöffnet bleiben, damit die Feuchtigkeit entweichen kann. Praktisch ist es, dazu einen Kochlöffel oder ähnliches in die Tür zu klemmen.

Zur Vorbereitung wasche ich die Tomaten gründlich, entferne die Stielansätze und halbiere sie. Dann schabe ich mit Daumen und Zeigefinger die Kerne und Zwischenwände heraus, denn die trocknen sehr schwer. Unsere Hühner freuen sich immer über die Extraportion.
Die verbliebenen Fruchthüllen schneide ich in etwa 2 cm dicke Scheiben. Zu dünn sollte nicht geschnitten werden, da die Tomaten naturgemäß erheblich an Volumen verlieren und man ja später nicht nur Bröckchen haben möchte.

Wie lange getrocknet wird, hängt von der Größe, Dicke und Saftigkeit der Tomatenscheiben und von der Temperatur ab. Sie sind fertig, wenn sie eine ledrige Konsistenz haben und sich gummiartig biegen lassen.
Zur Aufbewahrung packe ich sie luftdicht in Gläser. So halten sie sich viele Wochen, ohne ihr Aroma zu verlieren und sind auch in kleinen Portionen griffbereit.

Sollen die Tomaten im Pesto oder Salat verwendet werden, übergieße ich sie mit kochendem Wasser und lasse sie 20-30 Minuten quellen, damit sie wieder eine etwas weichere Konsistenz bekommen. Anschließend abgießen und leicht ausdrücken.

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