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Serviettenknödel

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Pünktlich zu den Festtagen möchte ich Euch mein Rezept für Serviettenknödel vorstellen, die ich erst seit kurzem, seitdem aber mit wachsender Begeisterung mache. So einfach und so lecker!

Für vier Personen rechne ich folgende Zutaten:

  • 300 Gramm altbackene Brötchen
  • 250 ml lauwarme Milch
  • 1 Zwiebel
  • 1 EL Schweineschmalz
  • 3 EL gehackte, frische Petersilie
  • 3 Eier
  • Salz, Pfeffer, evtl. Muskatnuss

Zunächst die Brötchen in Würfel schneiden und in eine größere Schüssel geben. Mit der Milch übergießen und ca. 20 Minuten abgedeckt ruhen lassen. In der Zwischenzeit die Zwiebel würfeln und im Schweineschmalz anschwitzen. Eier, Zwiebeln und die gehackte Petersilie zu den eingeweichten Brötchen geben. Kräftig mit Salz und Pfeffer würzen und gut durchmischen. Eventuell den Pürierstab verwenden, falls die Brötchenwürfel nach dem Einweichen noch zu fest sind. Die Masse sollte breiig mit nicht zu großen Stückchen sein.
Statt einzelner Knödel forme ich eine Rolle, die ich später zerteile und mir so einigen Aufwand in der Vorbereitung spare.

Serviettenknödel
Serviettenknödel (© Nina Dittmann)

In mehreren Rezepten hatte ich im Vorfeld gelesen, dass man die Knödelmasse (statt in eine Serviette – daher der Name) in Alufolie wickeln kann, bevor sie in einem Topf mit siedendem Salzwasser gegart wird. Das erschien mir zunächst einleuchtend, zumal ich befürchtete, dass der Teig am Stoff festkleben würde. Beim praktischen Versuch aber musste ich dann feststellen, wieviel Aluminium während des Garens abgegeben wurde. Das Wasser wurde richtig grau und die Folie verfärbte sich deutlich dunkel. Wir haben daher sofort Abstand von dieser Variante genommen und verwenden seither stattdessen ein Passiertuch aus Baumwolle, das ich nach der Benutzung auswasche und wiederverwende.

Das Tuch von etwa der Größe 35 x 35 cm anfeuchten und glattgestrichen auf die Arbeitsfläche legen. Die Brötchenmasse mittig als Streifen parallel zum Rand darauf verteilen. Rechts und links je 5 cm Rand frei lassen. Zunächst eine Hälfte des Tuchs darüber klappen, dann komplett aufrollen und an den Enden zudrücken. Die Rolle eventuell mit Küchengarn fixieren.

In einen breiten Topf mit kochendem Wasser geben und bei milder Hitze ohne Deckel ca. 20 Minuten ziehen lassen. Die Knödelrolle vorsichtig aus dem Topf nehmen, einige Minuten ruhen lassen, auspacken und mit einem Faden in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden. Der Faden ist dabei elementar wichtig, mit einem Messer besteht die Gefahr, die Rolle zu zerdrücken. Die Scheiben auf einer Platte anrichten.

Falls übrigens wider Erwarten etwas übrig bleiben sollte, kann man die Knödelscheiben wunderbar am nächsten Tag in der Pfanne mit etwas Butter, Schmalz oder Butterschmalz bei mittlerer Hitze von beiden Seiten knusprig braun braten.

Schöne Feiertage für Euch alle!

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