09.12.2016

Selbstgemachter Eierlikör

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„Oooh, Eierlikör“ ruft immer einer von uns beglückt aus, wenn wir mal wieder, gerade rund um die Feiertage, unseren eigenen Eierlikör hergestellt haben. Lecker, lecker, so ein Gläschen zwischendurch oder im „Schwedenbecher“ mit Vanilleeis, Sahne und viel Krokant!.

Grundvoraussetzung für Eierlikör sind natürlich ganz frische, hygienisch einwandfreie Eier, schließlich verarbeitet man ja das rohe Eigelb. Da unsere Hühner und Wachteln uns mehr oder weniger regelmäßig mit superfrischen Eiern mit supergelben Dottern erfreuen, drängt es sich dann und wann geradezu auf, den Likör selbst herzustellen. Wir nehmen entweder Hühnereier oder aber, wenn unsere Wachteln noch legen vor ihrer Winterpause, gern auch Wachteleier. Optisch und geschmacklich sind beide Varianten gleich, Wachteleierlikör ist aber natürlich noch etwas ausgefallener.

Eierlikör
selbstgemachter Eierlikör (© Nina Dittmann)

Den sehr hochprozentigen Alkohol, der für die sichere Haltbarkeit nötig ist, bringen wir uns aus Österreich mit. Dort kann man ihn in der Stärke 95 – 98 % noch verhältnismäßig günstig kaufen, im Gegensatz zu Deutschland, wo man ihn in der fast reinen Form meist nur für viel Geld in der Apotheke bekommt.

Hier nun unser Lieblingsrezept für etwa 750 ml Eierlikör:

  • 5 Hühnereidotter oder 20 Wachteleidotter
  • 250 Gramm Zucker
  • 200 Gramm Sahne
  • 1/8 l Milch
  • 1 Päckchen Vanillezucker oder ca. 5cm Vanilleschote
  • 1 Schnapsglas Cognac (10ml)
  • 1/8 l Alkohol 95-98%

Eigelb und Zucker schaumig schlagen, die Sahne dazugeben. Milch und Vanille(zucker) aufkochen und erkalten lassen. Das Erkalten ist wichtig, damit die Sahne nicht gerinnt. Anschließend zum Eigelb-Zucker-Gemisch geben und langsam den Alkohol zufügen. In breithalsige Flaschen mit Twist-off-Deckeln füllen, sofort verschließen und mindestens einen Tag ziehen lassen. Der Eierlikör ist im Kühlschrank aufbewahrt nach unseren Erfahrungen etwa 10 Tage unbedenklich haltbar, aber meist wird er gar nicht erst so alt...

Gelesen 916 mal Letzte Änderung am 09.12.2016
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